Herzlich Willkommen auf der Internet-Seite der KirchenVolksBewegung Wir-sind-Kirche in der Diözese Regensburg. Mit diesen Seiten wollen wir einen Beitrag dazu leisten, dass den vielen Menschen, denen die Anliegen des Kirchenvolksbegehrens, das im Jahr 1995 von mehr als 1,5 Millionen Deutschen unterschrieben wurden, und die heute noch genau so aktuell sind wie damals, Informationen und Kontaktmöglichkeiten zur Verfügung gestellt werden können.
Wir sind für Anregungen aller Art dankbar. Sie können uns eine Email dazu schreiben.
Als unterstützende Struktur für die vielen Zehntausenden von Menschzendnen aus der Diözese Regensburg, die das Kirchenvolksbegehren als "Kirchenliebhaberinnen und Kirchenliebhaber" (P. Zulehner) unterstützen, hat sich in der Diözese ein Förderverein 'Initative Regensburg Wir-sind-Kirche e.V.' gegründet, der die Aktionen von Wir-sind-Kirche finanziell unterstützt. Vorsitzender ist Paul Winkler aus Aufhausen (Kontakt mit Email: Paul.Winkler@t-online.de oder Telefon: 09454-1299.
Seit März 2001 ist Sigrid Grabmeier aus Deggendorf in bundesweiter Verantwortung in dem aus sechs gleichberechtigten Mitgliedern bestehenden Bundesteam tätig. Gerne nimmt sie Ihre Anregungen und Ideen entgegen: Telefon: 0991-2979-585. Email: sigrid@grabmeier.net
Freitag, 01.09-2006: Sowohl Wir sind Kirche Deutschlad als auf die Vereinigung von Gläubigen nach Canon 215 Laienverantwortung Regensburg e.V. haben offene Briefe an den Papst anlässlich seines Besuchs in Bayern und insbesondere in Regensburg geschrieben. Hier der Verweis auf die beiden Briefe:
Montag, 07.08.2006: Wir sind Kirche beteiligt sich an den Mahnwachen des Vereins Laienverantwortung Regensburg mit Gebet um den Beistand des Hl. Geistes für die Diözese anlässlich des Papstbesuchs und ruft dazu auf! Sie finden jeweils um 5 vor 12 an den beiden Samstagen - also am 02.09. und am 09.09. vor dem Papstbesuch vor dem Hauptportal des Doms in Regensburg statt! Weitere Informationen: www.laienverantwortung-regensburg.de
Montag,
31.07.2006: Was Wolfgang A. Mostard auffällt:
Aus
der Rubrik: "Dem Bischof begegnen" auf der aktuellen
Diözesanseite www.bistum-regenburg.de:
Samstag 12. August
2006
18:00 Uhr Furth i.W. - Pfarrkirche: Pontifikalamt
anl. der Premierenfeier des "Further Drachenstichs"
20:30
Uhr Furth i.W.: Teilnahme an der Aufführung des
Drachenfestspiels
Originalton Bischof Müller:
"Ich bin nicht Direktor einer Folklore-Bewegung".
Samstag,
08.04.2006: Zurückweiseung der Beschwerde von Paul Winkler
gegen den Entzug seiner Missio-Canonica durch Bischof Müller
durch die Kleruskongregation. Stellungnahme von WsK.
Dokumentation.
Wir
sind Kirche: Unhaltbare Entscheidung der
Kleruskongregation
Zur Zurückweisung
des Rekurses des Wir sind Kirche-Vorsitzenden Paul Winkler
Die
KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche ist empört, dass die
römische Kleruskongregation ohne eingehende Begründung den
hierarchischen Rekurs zurückgewiesen hat, den der
Religionslehrer und Vorsitzende von Wir sind Kirche in der Diözese
Regensburg gegen die Entziehung seiner „Missio canonica“ durch
Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller eingelegt hat.
Wir
sind Kirche weist mit aller Entschiedenheit die Behauptung des
Dekretes vom 13. März 2006 – fast elf Jahre nach dem 1995 von
Österreich ausgegangenen KirchenVolksBegehren – zurück,
dass die allgemein bekannten Forderungen, die „die Initiative ‚Wir
sind Kirche’“ verfolgt, „zum Teil der kirchlichen Lehre
widersprechen und in offenem Gegensatz zur kirchlichen Ordnung
stehen“.
Die KirchenVolksBewegung verstößt mit
ihren Zielen und Forderungen weder gegen die Treue zum Evangelium
noch gegen die ökumenischen Glaubensbekenntnisse, weder gegen
die ex-cathedra-Entscheidungen des Papstes noch gegen
Konzilsbeschlüsse – und somit nicht gegen die Grundsätze
der katholischen Lehre. Einen Beweis dafür, dass dies anders
sei, haben die Kirchenleitungen bisher nicht erbringen können.
Die christlich-katholische Tradition und Praxis haben sich
in ihrer zweitausend-jährigen Geschichte oftmals verändert.
Diese Veränderungen gingen nicht selten von gläubigen
Frauen und Männer des Kirchenvolkes aus, die ihrem Gewissen
gefolgt sind und die Kirchenleitungen darauf aufmerksam machten, wie
weit sie sich von der Botschaft Jesu entfernt hatten. Wir erinnern
hier nur an Franz von Assisi, Thomas von Aquin und Katharina von
Siena.
Das Kirchenrecht ermuntert die Gläubigen, „ihre
Anliegen, insbesondere die geistlichen, und ihre Wünsche den
Hirten der Kirche zu eröffnen“ (can. 212 § 2
CIC). „Entsprechend ihrem Wissen, ihrer Zuständigkeit und
ihrer hervorragenden Stellung haben sie das Recht und bisweilen
sogar die Pflicht, ihre Meinung in dem, was das Wohl der Kirche
angeht, den geistlichen Hirten mitzuteilen ... und den übrigen
Gläubigen kundzutun“ (can. 212 § 2 CIC). Auch
heute gibt es viele Gläubige, Religionslehrer(innen),
Pastoralassistent(inn)en, Krankenhausseelsorger(innen), Priester,
Dechanten, Universitätsprofessor(inn)en, ja Bischöfe auf
der ganzen Welt, die – zumindest punktuell und auch in der
Öffentlichkeit – auf Grund ihrer Erfahrungen zu denselben
Schlussfolgerungen kommen wie die Ziele und Forderungen des
KirchenVolksBegehrens „Wir sind Kirche“. Wenn jetzt das
öffentliche Eintreten um eine Auseinandersetzung mit der
Frauenordination den Missio-Entzug nach sich zieht, muss dies
als unverhohlen offene Drohgebärde gegen alle jene
verstanden werden, die das gleiche tun.
Der Verweis des
Dekretes auf die Empfehlungen des damaligen Präfekten der
Kongregation für die Glaubenslehre Joseph Ratzinger, des
jetzigen Papstes Benedikt XVI., verfängt nicht. Diese hatte
1998 in einem Brief an den damaligen Vorsitzenden der
Österreichischen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Johann Weber,
erklärt, er habe keine „grundsätzlichen Einwände“
gegen die Einbeziehung der Kirchenvolks-Begehrer in den von den
österreichischen Bischöfen veranstalteten „Dialog für
Österreich“. Auch dürfe die Kirche „vor keinem
wichtigen Anliegen zurückschrecken“, so Kardinal Kardinal
Ratzinger in seinem Brief vom 7. März 1998.
Die
römisch-katholische Theologie kennt bestimmte Stufen der
Verbindlichkeit einer Lehre. Der jeweilige Grad dieser
Verbindlichkeit für Glaube und Leben ist aber nicht immer
eindeutig klar. Dies gilt auch für das Apostolische
Lehrschreiben „Ordinatio sacerdotalis“ von Papst Johannes Paul
II. vom 22. Mai 1994 „über die nur Männern vorbehaltene
Priesterweihe“. Der Papst hat dieses Lehrschreiben lediglich an
alle „verehrten Brüder im Bischofsamt“ gerichtet. Es
handelt sich hier also nicht um eine feierliche Promulgation „ex
cathedra“, wie sie für eine mit dem Grade höchster
Verbindlichkeit vorgetragene Lehre erforderlich wäre (vgl.
Denzinger-Hünermann DH 3065-3074) und wie sie zuletzt 1950 von
Papst Pius XII. bei der Verkündung des Dogmas von der Aufnahme
Marias geschehen ist. Eine Lehre kann nur dann als unfehlbar
definiert werden, „wenn dies offensichtlich feststeht“ (can. 749
§3 CIC). Das trifft in Sachen Frauenordination nicht zu. Der
Vorwurf der Kleruskongregation gegen Herrn Winkler, er verstoße
gegen die verbindliche Lehre der Kirche, ist also nicht
haltbar.
Sigrid Grabmeier, Tel: +49 (0)991- 29 79 585, Email:
sigrid@grabmeier.net
Paul Winkler, Tel. +49 (0)9454-1299, Email:
Paul.Winkler@t-online.de
Christian Weisner, +49 (0)8131-260 250,
Email: presse@wir-sind-kirche.de
Mit Schreiben vom 13.
März hat die Kleruskongregation den Rekurs von Paul Winkler,
Vorsitzender von WsK Regensburg gegen den Missio-Entzug durch
Bischof Gerhard Ludwig Müller zurückgewiesen. -
Im folgenden der Text des Schreibens.
CONGREGATIO PRO
CLERICIS Dekret
Mit Schreiben vom 08. Mai 2005 hat Herr
Paul Winkler, wohnhaft in Aufhausen, Imkofen 6 1/2 bei dieser
Kongregation hierarchischen Rekurs gegen die von Seiner Exzellenz,
Monsignore Dr. Gerhard Ludwig Müller, dem Bischof von
Regensburg, am 08. April 2005 getroffene Entscheidung eingelegt,
durch die ihm die Missio canonica und damit die Bevollmächtigung
zur Erteilung des katholischen Religionsunterrichts im Bereich der
bayerischen Erz-/Diözesen entzogen wurde.
DIE
ÜBERPRÜFUNG DER DOKUMENTATION HAT FOLGENDES ERGEBEN:
-
Die Missio canonica wurde Herrn Paul Winkler auf Antrag am 29. Juni
1988 vom damaligenBischof von Augsburg erteilt.
- Während
der Sitzung der Missio-Kommission, die am 14. Februar 2005 im
Beisein von Herrn Winkler stattfand, wurde der Antragssteller über
den Inhalt und Umfang der Bedenken informiert, die hinsichtlich
einer Beibehaltung seiner kirchlichen Lehrerlaubnis bestanden und
der Entzug der missio canonica in Betracht gezogen.
- Am 10. März
nahm Herr Winkler in einem Schreiben an den Bischof zu der Sitzung
der Missio-Kommission Stellung und bat gleichzeitig um ein
Gespräch.
- Am 22. März 2005 trat die besagte
Kommission daraufhin noch einmal im Beisein von Herr Winkler
zusammen. Dem Antragsteller wurde erneut Gelegenheit
geboten,
eine Stellungnahme abzugeben und seine Sichtweise darzulegen.
-
Das Ergebnisprotokoll dieser zweiten Sitzung wurde Herrn Winkler am
06. April 2005 auf dem Postweg zugesandt.
- In der Folge hat
Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller mit Schreiben vom 08. April
2005 Herrn Paul Winkler die Bevollmächtigung zur Erteilung des
katholischen Religionsunterrichts für den den gesamten
Geltungsbereich der Missio canonica entzogen.
IN RECHTLICHER
HINSICHT IST FESTZUSTELLEN:
- Gemäß can. 804 § 1
CIC untersteht, unbeschadet staatskirchenrechtlicher
Vereinbarungen, die Erteilung des katholischen Religionsunterrichts
an Schulen jedweder Art der kirchlichen Autorität.
-
Staatskirchenrechtlich ist festzuhalten, dass Art. 136 der
Verfassung des Freistaats Bayerns im Bayerischen Konkordat von 1924
i.d.f von 1978 in Art. 7 konkretisiert wird: „Der
Religionsunterricht....ist in Übereinstimmung mit den
Grundsätzen der katholischen Kirche zu erteilen“ (§ 1),
und: „Die Erteilung des Religionsunterrichts setzt die
Bevollmächtigung durch den zuständigen Diözesanbischof
voraus.“ (§3).
- Gemäß can. 804 § 1 CIC
hat die Deutsche Bischofskonferenz für das erwähnte
Tätigkeitsfeld partikularrechtliche Normen erlassen, die auch
in den Bayerischen Diözesen ratifiziert worden sind. Es handelt
sich um die „Rahmenrichtlinien zur Erteilung der Kirchlichen
Unterrichtserlaubnis und der Missio canonica für Lehrkräfte
mit der Fakultas >Katholische Religionslehre>“ (RR, Bad
Honnef, 12/15 März 1973) und die „Rahmengeschäftsordnung
zu den Rahmenrichtlinien“ (RGO, Fulda, 27. September 1973). Die
Rahmenrichtlinien geben unter Nummer 7 (in Verbindung mit Nr. 9)
zwei Kriterien für die Erteilung (bzw. den Einzug) der Missio
canonica an:
a. „ Der Religionslehrer ist bereit, den
Religionsunterricht in Übereinstimmung mit der Lehre der
Katholischen Kirche zu erteilen.“ b. „ Der Religionslehrer
beachtet in der persönlichen Lebensführung die
Grundsätze der Katholischen Kirche.“ Die
Rahmengeschäftsordnung hält ihrerseits fest („II
Verfahren in besonderen Fällen“), wie vorzugehen ist, wenn
Bedenken bezüglich der Verleihung der Missio canonica
bestehen, oder wenn diese entzogen wird.
- Gemäß can.
804 § 2 CIC muss der Ortsordinarius darum bemüht sein,
dass diejenigen, die zu Religionslehrern an den Schulen bestellt
werden, sich durch Rechtgläubigkeit auszuzeichnen. Deshalb
steht es ihm zu, Religionslehrer zu ernennen zu approbieren oder
abzuberufen (can. 805 CIC).
HINSICHTLICH DES TATBESTANDES IST
FESTZUHALTEN:
- Der Bischof von Regensburg hat ich Rahmen seiner
Verantwortung und unterstützt durch das Urteil verschiedener
Bischöfe und Bischofskonferenzen sowie durch die Empfehlungen
des damaligen Präfekten der Kongregation für die
Glaubenslehre und nicht zuletzt der diözesanen
Missio-Kommission den Vorsitz von Herrn Winkler in der regionalen
Abteilung von „Wir-sind-Kirche“ als Tatbestand eingestuft, der
mit seiner Aufgabe als Religionslehrer , die authentische Lehre und
die Grundsätze der katholischen Kirche glaubwürdig zu
erteilen unvereinbar war (vgl. Rahmengeschäftsordnung I.2.).
-
Bei den Tagungen der Missio-Kommission vom 14. Februar und vom 22.
März 2005 wurde dies Herrn Winkler unmissverständlich
mitgeteilt. Insbesondere wurde ihm jedes Mal die Möglichkeit
gegeben, seine eigene Sichtweise darzulegen und den Verlust der
Missio canonica zu vermeiden, indem er auf eine zukünftige
Kandidatur als Vorsitzender von „Wir-sind-Kirche“verzichtete.
Den Anforderungen, die die Rahmengeschäftsordnung hinsichtlich
der Vorgehensweise bei Verfahren in besonderen Fällen stellt,
wurde somit genügegeleistet.
- Nachdem die Forderungen, die
die Initiative „Wir-sind-Kirche“ verfolgt, allgemein bekannt
sind und diese zum Teil der kirchlichen Lehre widersprechen und in
offenem Gegensatz zur kirchlichen Ordnung stehen, stellt nach
Einschätzung dieses Dikasteriums der Vorsitz bei einer
regionalen Abteilung dieser Gruppe einen hinreichenden Tatbestand
für einen Missio-Entzug dar. Darüber hinaus belegen aber
die bei dieser Kongregation zum genannten Fall eingegangenen
Unterlagen, dass der Beschwerdeführer persönlich in aller
Öffentlichkeit unter anderem auch Lehraussagen in Zweifel zog,
die nach dem Lehramt der Kirche als definitiv einzustufen sind –
so zum Beispiel zur Frage der Priesterweihe von Frauen (Leserbrief
vom 12. Januar 2005, erschienen in der „Mittelbayerischen
Zeitung“) vgl. dazu Apostolisches Lehrschreiben Ordinatio
sacerdotalis, Art. 4.- Can. 209 CIC macht es den Gläubigen zur
Pflicht, auch in ihrem eigenen Verhalten immer die Gemeinschaft mit
der
Kirche zu bewahren.
- Somit erfüllt Herr Winkler
nicht die in den Rahmenrichtlinien (Nr. 7 a.) vorgegebenen
Kriterien.
- Die in den Can. 1734 § 2, 1735 e 1737 § 2
CIC vorgesehenen Fristen wurden gewahrt.
IN AUSÜBUNG
IHRER ZUSTÄNDIGKEIT BESCHLIEßT DIESE KONGREGATION GEM.
CAN 1739 CIC
In procedendo: Das Schreiben vom 08. April 2005, mit
dem Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller Herrn Paul Winkler die
Bevollmächtigung zur Erteilung des katholischen
Religionsunterrichts entzogen hat und die „Erklärung des
Bischöflichen Konsortiums zum Entzug der Missio canonica“
wurden gemeinsam versandt und bilden eine Einheit. Zusammen stellen
sie eine authentische Verwaltungsentscheidung dar, die ausreichend
begründet ist.
In decernendo: Da die Rechte von Herrn
Winkler nicht verletzt worden sind, wird der hierarchische Rekurs
wegen mangelnder Rechtsgrundlage zurückgewiesen.
Am Sitz der
Kongregation für den Klerus,
13. März 2006
Sonntag,
12.03.2006: Einladung zur Jahreshauptversammlung des Fördervereins
'Initiative Regensburg Wir-sind-Kirche e.V."
am Sonntag
09.April 2006 um 14:00 h im Gasthof Götzfried in Wutzlhofen 1,
93059 Regensburg mit folgender Tagesordnung:
Begrüßung und Besinnung
Bericht des Vorsitzenden
Bericht des Schatzmeisters
Bericht der Kassenprüfer und Entlastung der Vorstandschaft
Bildung eines Wahlausschusses
Neuwahlen
Bericht der Regionalgruppe Amberg
Bericht vom Bundesteam
Bericht vom Aktionsbündnis Laienapostolat/Laienverantwortung Regensburg
Papstbesuch in Regensburg
Wünsche und
Anträge
gez. Paul Winkler, Vorsitzender
Freitag,
17.01.2006: Wir sind Kirche Regensburg zur Etatverweigerung für
ZdK durch Bischof Müller
Deggendorf/
Regensburg 17.02. 2006
Wir sind Kirche Regensburg verurteilt
den Entzug des Regensburger Anteils der Finanzierung des
Zentralkomitees der deutschen Katholiken durch Bischof Müller
Als
nicht mehr hinnehmbar wertet die KirchenVolksBewegung Wir sind
Kirche in der Diözese Regensburg die Weigerung der
Bistumsleitung, den Regensburger Anteil am Beitrag des Etat des
höchsten deutschen Laiengremiums, dem Zentralkomitee der
deutschen Katholiken (ZdK), zu leisten. Der ZdK-Präsident Prof.
Dr. Hans-Joachim Meyer hatte sich mehrfach deutlich und kritisch zu
Bischof Gerhard Ludwigs unrechtmäßiger Zerschlagung der
Laienrätestrukturen im Bistum geäußert. Es wird
damit offenbar, dass Müller erneut auf Grund seines
persönlichen Gekränktseins die Machtinstrumente seines
Amtes zu Aggressionen gegen die in Deutschland seit Jahrzehnten
bewährten Strukturen des Laienapostolats nutzt.
"Bischof
Müller zeigt wieder einmal, dass er auf die
konstruktiv-kritische Mitarbeit von Laiinnen und Laien in der Kirche
keinen und insbesondere auch keinen finanziellen Wert legt. Nach der
drastischen und unrechtmäßigen Beschneidung der
Mitwirkungsmöglichkeiten der Laiengremien in der Diözese
Regensburg weitet er jetzt seine Kränkungswut auf das ZdK aus.
Es ist nicht mehr begreiflich, wie dieses Treiben gegen das in
Deutschland in besonderer Weise ausgeprägte Laienapostolat, das
den deutschen Katholizismus fördert und stärkt, ungebremst
fortschreiten kann." so Sigrid Grabmeier von der
KirchenVolksBewegung.
Nun sind alle Katholikinnen und
Katholiken im Bistum Regensburg und darüber hinaus aufgerufen,
darüber nachzudenken, in welcher Weise künftig verhindert
werden kann, dass der derzeitige Bischof von Regensburg weiter die
Kirchensteuergelder, die er treuhänderisch von den Laien
erhält, gegen diese und das Laienapostolat einsetzt und ihnen
vorenthält. Beispiele aus dem letzten Jahr waren bereits sein
unrechtmäßiger Einsatz des Machtmittels Geld gegen den
Diözesanrat sowie die mit Kirchensteuergeldern finanzierte
gerichtliche Verfolgung von Fritz Wallner und Prof. Dr. Johannes
Grabmeier am Landgericht Hamburg wegen der von ihnen im Auftrag des
Diözesanrats betreuten Internetseite
www.katholikenrat-regensburg.de - und dies obwohl sie bereits diese
Seiten aufgegeben hatten.
Eine öffentliche Debatte über
die Formen einer angemessenen Verwaltung der
Kirchensteuergelder, die solche Auswüchse von vorne herein
verhindert, scheint auf Grund der Regensburg Vorfälle
unumgänglich. Ein gutes Beispiel, dass es auch anders geht, ist
die Schweiz. Schließlich leiht der demokratische Staat
der Kirche seinen starken Arm zur Erhebung dieser Gelder. Es wäre
für Wir sind Kirche nicht nachvollziehbar, wenn nun nicht auch
- nicht nur einzeln und verhalten, sondern gemeinsam und deutlich -
die anderen deutschen Bischöfe hier das Wort ergreifen würden
und diese Tendenzen im Keim ersticken würden.
Ansprechpartnerin:
Sigrid Grabmeier, “Wir sind Kirche” Regensburg, Mitglied im
Bundesteam der
KirchenVolksBewegung, Köckstr. 1, 94469
Deggendorf Tel: 0991- 29 79 585,
Mobil: 0170- 862 62 90,
sigrid@grabmeier.net,
www.wsk-regensburg.de
Donnerstag,
16.02.2006
Seit heute ist die ehemalige
Seite www.katholikenrat-regensburg.de des Diözesanrats, die
nach der Aufgabe durch Fritz Wallner und Prof. Dr. J. Grabmeier von
Dr. Kuhn aus Ulm betrieben wurde unter dem neuen Link
www.benedikt-hilf-regensburg.de
zu erreichen. Dies ist notwendig geworden, da die Diözese Regensburg gegen Dr. Kuhn vor dem Landgericht München eine einstweilige Verfügung beantragt hatte. Nach Einschätzung der Prozessbeobachter von WsK hat der vorsitzende Richter Bischoff unter nicht sachgerechtem Umgang mit dem deutschen Namensrecht Dr. Kuhn über Gebühr zu einem Vergleich gedrängt. Die Ergebnisse des Vergleichs, den wir hier mit eigenen Worten dokumentieren, sind dennoch so bemerkenswert, dass es bislang noch nicht mal der in dieser Hinsicht gut erfahrenen Medientruppe des Bischofs gelang, dies in eine positive Pressemeldung umzumünzen. Beispielsweise wird der Diözese Regensburg zwar Anfang März die Domain übertragen, sie musste sich aber gleichzeitig verpflichten diese Domain selbst nie zu benutzen. Gleichzeitig musste sie öffentlich einräumen, dass über die nach Auffassung von Kritikern unrechtmäßigen Dekrete des Bischofs in Rom entschieden wird:
I. Weitere 4 Wochen kann Dr. Kuhn die Seite www.katholikenrat-regensburg.de nutzen um dort den Inhalt des Vergleichs sowie eine neue Internetadresse, unter der er weiter zu erreichen ist anzugeben
II. Dr. Kuhn übergibt nach 1 Monat die Seite an das Diözese Regensburg und leitet dazu die von ihm erforderlichen Schritte ein.
III. Die Diözese Regensburg verpflichtet sich diese Seite dann nicht zu nutzen bis von zuständigen hierarchischen Instanz in Rom abschließend geklärt ist, ob die Dekrete des Bischofs von Regensburg vom 15.11.2005 zur Auflösung des Diözesanrats rechtmäßig waren oder nicht.
IV: Danach darf die Seite auch weiter von der Diözese nicht benutzt werden oder sie wird dann dem rechtmäßigen Inhaber, sei es der bisherige Diözesanrat oder das neu geschaffene Diözesankomitee übergeben.
Donnerstag,
26.01.2006: Leipziger Volkszeitung: Interview mit Sigrid Grabmeier
zur ersten Enzyklika von Papst Benedikt XVI.
"Liebesbotschaft
wird hohe Wirkung haben"
Leipzig. Lob, aber auch
verhaltene Kritik für die erste Papst-Enzyklika gibt es
von der katholischen Basisbewegung "Wir sind Kirche".
Sigrid Grabmeier, Mitglied des Bundesteams der Bewegung, sieht
insgesamt eine hoffnungsvolle Botschaft im päpstlichen
Rundschreiben.
Frage: Ist
Papst Benedikt XVI. ein Experte für die Liebe?
Sigrid
Grabmeier: Zumindest hat er die verschiedenen Farben von Liebe
sehr geschickt nebeneinander gestellt. Das kann er sehr gut.
Man kann aus der Enzyklika ein leidenschaftliches Plädoyer
für die Ehe und eine Absage an andere Lebensformen
herauslesen. Enttäuscht Sie das?
Nein, das
verwundert mich nicht. Das ist die bekannte Position der
Kirche. Dass er dies plötzlich ändern würde,
war nicht zu erwarten. In der Klarheit
des Textes ist die
Enzyklika authentisch Papst Benedikt XVI., man hat ihn
bildlich vor sich.
Ist die erste
Enzyklika ein Regierungsprogramm?
Ja,
vielleicht. Die positive Fokussierung auf das große Thema der
Liebe entspricht den Erwartungen vieler Menschen. Egal ob
Gottesliebe, Menschenliebe, Nächstenliebe - das Thema
geht jeden etwas an. Auch, weil es in der Welt viel zu
viel Lieblosigkeit gibt.
Auch in
Deutschland?
Es fehlt an Mitgefühl und
Mitverantwortung, wir haben im politischen und im
privaten Leben einen Verlust von Liebe. Es gibt ein zu starkes
Schauen auf den eigenen Vorteil. Darunter leiden
Beziehungen.
Benedikt XVI. erwähnt
auch das karitative Wirken. Ist hier allein Kirche in
der Pflicht?
Nein, aber was mir an dieser Stelle
fehlt, ist der innerkirchliche Bezug. Der Papst spricht stark
vom Wirken der Kirche in der Gesellschaft, vom karitativen
Helfen in der Welt. Über die Karitas innerhalb der Kirche
spricht er leider nicht. Dabei wäre dies nötig, denn
innerkirchlich wird diese nach außen gerichtete Liebe
oft nicht gelebt. Da sehe ich keinen neuen Ansatzpunkt, aber
ich habe Hoffnung. Wir brauchen ein neues Nachdenken, wie
Geschwisterlichkeit in der Kirche gelebt werden kann. Nur wenn
man innerkirchlich Liebe praktiziert, was oft nicht der Fall ist,
kann man auch glaubwürdig nach außen die Liebe
verkünden.
Finden sich
Protestanten in der Enzyklika wieder?
Auf jeden
Fall. Das ist ein sehr positiver Aspekt des Textes. Die
Enzyklika erreicht Katholiken wie Protestanten, vielleicht sogar
Menschen ohne Gottesbezug. Die Botschaft, das Liebe etwas komplettes
ist und nicht aufteilbar in körperliche und geistige Liebe, das
wird hohe Wirkung haben.
Was nehmen sie
persönlich mit?
Dass wir in der Kirche
insbesondere in der Amtskirche lernen, mehr über Wege zur
Wahrheit nachzudenken statt Wahrheiten zu verkünden und
Menschen zwingen, Wahrheiten zu glauben. Der Papst
schreibt selbst, Liebe kann man nicht befehlen. Liebe ist eine
Entwicklung, sie lebt aus Menschenliebe und Gottesliebe. Für
mich ist dies Weg und kein Dogma.
Interview: Olaf
Majer
29.12.2005:
Hoffnung für 2006?
Noch nicht bestätigten
Informationen aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen aus dem
Ordinariat zufolge hat sich Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller
als erster für einen im Bischöflichen Amtsblatt vom 15.
11. 2005 empfohlenen Fortbildungskurs für verantwortliche
Führung in kirchlichen Bereichen und Einrichtungen angemeldet.
Die Schwerpunkte dieses Kurses liegen bei„Selbstentwicklung“,
„Kommunikation und Konflikt“, „Führen und Entscheiden“
sowie „Change-Management“. Wir sind Kirche dokumentiert
die entsprechende Ankündigung im Amtsblatt der Diözese
Regensburg:
"Führen
und Leiten in der Kirche XV (2006-2007).
In
Kooperation mit der Gesellschaft für Personalentwicklung
(GfP) in Wien
Die
heutige Gesellschaft stellt die Kirche vor ganz neue
Herausforderungen. Diese bedingen ein hohes Maß an Kompetenz
in der verantwortlichen Führung kirchlicher Bereiche und
Einrichtungen. Führen und Leiten in der Kirche ist
für kirchliche Führungspersonen konzipiert, die nach
einiger Leitungserfahrung ihre Kompetenz erweitern wollen: in einem
zweijährigen Intensivkurs, der personzentriert mit in der
Wirtschaft bewährten Handlungsstrategien vertraut macht. Diese
werden in einer Gruppe von 12 Personen eingeübt und
pastoraltheologisch im Hinblick auf kirchliche Optionen und
Prioritäten reflektiert und weitergeführt. In der
Supervision in regionalen Halbgruppen werden die damit in der Praxis
gemachten Erfahrungen bearbeitet mit dem Ziel, die persönliche
und berufliche Kompetenz zu fördern.
Themen,
Referenten, Termine:
Selbstentwicklung:
20.-24.03.2006 Dr. Leopold Stieger, Prof. Dr. Norbert Schuster
Kommunikation und
Konflikt: 06.-10.11.2006 Dr. Eva-Maria Stix, Prof. Dr. Norbert
Schuster Führen und Entscheiden: 19.-23.03.2007 Wolfgang
Schmetterer, Prof. Dr. Norbert Schuster
Change
Management und Abschluss: 12.-16.11.2007 Dr. Alfred Mika, Prof. Dr.
Norbert Schuster, Dr. Leopold Stieger
12
x 1 ½ Tage Supervision in zwei Teilgruppen Maria
Ospelt-Honemann
Weitere
Einzelheiten sind der Kursbeschreibung zu entnehmen, die wir Ihnen
bei Interesse gerne zusenden. Sie steht auch auf unserer Homepage
als PDF-Datei (unter Programm/Wiederkehrende Intervallkurse/Führen
und Leiten in der Kirche) zum Download bereit. Nähere Auskünfte
und Informationen: Institut für Theologische und Pastorale
Fortbildung, Domberg 27, 85354 Freising; Tel.: 08161/181-222; Fax:
08161/181-187; E-mail: Institut@TheologischeFortbildung.de;
Internet: http://www.TheologischeFortbildung.de"
14.12.2005:
u dem anonym an Zeitungsredaktionen und verschiedene kirchliche
Adressen versandten "Hilferuf aus dem Bistum Regensburg" ,
der an den Papst gerichtet ist, nehmen Wir sind
Kirche und AKR Stellung:
Die Absender
stellen zu Beginn fest, dass sie weder Mitglieder von Wir sind
Kirche noch AKR sind. Mit Recht, denn weder AKR noch Wir sind Kirche
haben damit zu tun. Es ist ausgesprochen traurig, dass Menschen in
der Diözese sich veranlasst sehen, ihrer "brennenden
Sorge" angesichts der Situation in der Diözese Regensburg
auf diese Art und Weise Ausdruck zu geben. Traurig deshalb, weil
dadurch deutlich wird, wie hoch Leidensdruck und Angst sind.
Schon
wurden Vermutungen geäußert hinter diesem anonymen
Schreiben steckten - geschickt getarnt - doch WsK oder AKR. Solche
Vermutungen sind falsch: Das was AKR und Wir sind Kirche an Kritik
zu äußern haben, äußern wir so, dass wir
zumindest als Gruppe erkennbar sind. Und zu unserer Zugehörigkeit
stehen wir. Die Konsequenzen für den Einsatz für eine
lebendige und lebenswerte Kirche in Regensburg haben einige von uns
schon schmerzlich tragen müssen.
Wir halten diese Form
des anonymen Schreibens für fragwürdig, da die Absender
anscheinend versäumt haben, durch beispielsweise treuhänderisch
hinterlegte Namen unter Vertraulichkeitsgarantien seitens des
Papstes erreichbar zu sein. Damit ist dieses Schreiben für
den oder die Empfänger nahezu wertlos, da normaler- und
verständlicherweise anonyme Schreiben im Papierkorb
landen.
Wenn die Absender zum Ausdruck bringen wollen, dass
nicht nur WsK und AKR die Handlungen des Bischofs
kritisieren, sondern dass das Leiden am Handeln des Bischofs
im ganzen Bistum in weiten Kreisen verbreitet ist, dann
bestünde die sicherste Möglichkeit dies überzeugend
darzustellen in einem offenen Auftreten. Aus diesem
Grund fordern wir die Absender dieses Briefes auf, zumindest
einen Ansprechpartner oder eine Ansprechpartnerin zu
benennen.
für Wir sind Kirche
Sigrid Grabmeier
Köckstraße 1, D-94469 Deggendorf Tel.
0991-2979-585
für die Sprechergruppe des Aktionskreis
Regensburg
Alfred Heuberger Gscheiderberg 9, D-85283 Wolnzach
Tel. 08442-2866
05.12.2005:Wir sind Kirche Regensburg nimmt zum Hirtenwort des Bischofs zum Advent Stellung: Bischof bastelt an Marionettendiözese und wirft Nebelkerzen.
Das
Hirtenwort, das in den Sonntagsgottesdiensten zum 2. Advent in der
Diözese Regensburg verlesen werden musste, wurde zum 19.
November gezeichnet und trägt die mit den Inhalten kaum
vereinbare Überschrift "Sich auf Christus einlassen".
Der Bischof nutzte dieses Schreiben um an der Stelle der Predigt
Vorwürfe und Unwahrheiten verbreiten zu lassen.
Mit
dem Satz „Wir verbrauchen unsere Energien auch nicht in
zwischenmenschlichen Reibereien.“ kommt auf nahezu zynische Art
und Weise zum Ausdruck, dass Bischof Müller sich der
Auseinandersetzung mit um der Kirche willen kritischen Menschen
entzieht. Mit Hilfe seiner Machtmittel der Bischöflichen Gewalt
und unserer Kirchensteuergeldern bastelt er sich stattdessen seine
Marionettendiözese zusammen.
Der
bischöfliche Vorwurf: Hätten alle die Neufassung der
Statuten der Räte vor einer Stellungnahme gelesen und studiert,
wäre uns manche Aufregung und ein wiederholtes Rauschen im
Blätterwald erspart geblieben, zeugt von nicht mehr zu
überbietender Ignoranz. Denn mit seiner Behauptung „Die
Mitglieder des Rates wählen wie bisher aus ihren Reihen einen
Laien, der als Sitzungsleiter Pfarrgemeinderatsvorsitzender ist und
das Gremium nach außen als Sprecher vertritt." des auf
den 19. November datierten Schreibens widerspricht der Bischof schon
nach 4 Tagen seinem eigenen Statut und verbreitet Unwahrheiten über
dessen wahren Inhalt. Mit diesen in der ganzen Diözese
verbreiteten Fehlinformationen wirft der Bischof Nebelkerzen, um den
tatsächlichen Sachverhalt zu verschleiern, nämlich, dass
den Pfarrgemeinderäten alle bisherigen Rechte als Katholikenräte
genommen wurden. Die Absicht ist offenbar: Die Mitglieder der
Pfarrgemeinderäte sollen damit ruhig gestellt werden.
In
dem Statut heißt es nämlich in ARTIKEL III "Sitzungen:
(4) Leitung der Sitzung a) Der Pfarrer leitet die
Pfarrgemeinderatsitzung."
Auch
von einer angeblichen Vertretung nach außen ist nirgendwo die
Rede. Im Gegenteil, es gehört nur zu den Aufgaben des
Sprechers das Gremium gegenüber dem Pfarrer zu repräsentieren
(Artikel II, (4)). Im übrigen sind die Sitzungen jetzt alle
grundsätzlich nicht-öffentlich, es sei denn 2/3 der
Mitglieder und der Pfarrer verlangen Öffentlichkeit. Im
Normalfall kann also gar nichts nach außen vertreten werden.
Öffentliches Weitertragen von Inhalten nicht-öffentlicher
Beratungspunkte ist überdies als Ausschlussgrund genannt.
(Artikel II (6) d))
Ansprechpartnerin:
Sigrid
Grabmeier, “Wir sind Kirche” Regensburg, Mitglied im Bundesteam
der KirchenVolksBewegung,
Köckstr.
1, 94469 Deggendorf Tel: 0991- 29 79 585,
Mobil:
0170- 862 62 90, sigrid@grabmeier.net,
www.wsk-regensburg.de
09.11.2005:
Pressemitteilung zur Zerschlagung der Laiengremien in der Diözese
Regensburg durch Bischof Gerhard Ludwig Müller
KirchenVolksBewegung
Wir sind Kirche Regensburg reagiert mit großer Besorgnis auf
die Zerschlagung der Laiengremien in der Diözese.
Gemäß
seinem Motto:“ Von Regensburg lernen heißt Siegen lernen“
hat der Bischof von Regensburg gestern seine schon lange
erwarteten, die Laiengremien betreffenden Änderungen
vorgestellt, die die bestehenden Befürchtungen deutlich
übertreffen. Der Bischof scheint bedauerlicherweise die Folgen
seines Handelns nicht einschätzen zu können. Mit großer
Betroffenheit und Besorgnis um die Auswirkungen für die
Qualität und Wertschätzung der Laienarbeit in der Diözese
bezieht die KirchenVolksBewegung dazu Stellung.
Der Bischof
hat mit seinen Entscheidungen, die er dem Priesterrat präsentierte
und dem Vernehmen nach lautstark nicht gewillt war zu diskutieren
und abstimmen zu lassen, deutlich gezeigt, dass bei ihm die Aussagen
des zweiten Vaticanums zu den Laien und ihrer Rolle in Kirche und
Welt nicht auf fruchtbaren Boden gefallen sind. Mit seinen einsamen
Beschlüssen, die er dialogunfähig ohne Einbeziehung der
Betroffenen oder Wahrnehmung von Ratschlägen fasst, entfernt er
sich in zunehmendem Maße von den Menschen in dem Bistum, dem
er zugeteilt wurde.
Es geht bei diesen Maßnahmen nicht
um „Umstrukturierungen“ oder darum, die Gremienarbeit „auf
eine theologische Grundlage zu stellen“, sondern um das
Unvermögen, sich mit kritischen, engagierten Christinnen und
Christen in der Diözese auseinanderzusetzen. Die Angst Prof.Dr.
Gerhard Ludwig Müllers vor demokratischen und synodalen
Prozessen führt dazu, dass er die bewährten
Gremienstrukturen der Diözese zerschlägt. Die
Pfarrgemeinderäte werden zwar noch gewählt, Vorsitzende
aber werden die Pfarrer sein, die Laien wählen nur noch einen
Laiensprecher. Auf Dekanatsebene berufen zukünftig
ausschließlich die Dekane Mitglieder in Projektgruppen. Von
einer gemeinsamen Beratung von Priestern und Laien im Dekanat kann
damit nicht mehr die Rede sein. Die Mitglieder des zukünftigen
Diözesanpastoralrates, 26 Laien, 13 Priester und 13
Ordinariatsvertreter, werden vom Bischof berufen werden. Das
sogenannte Diözesankomitee ist ein Zugeständnis an die
Verbände im Bistum, deren Delegierte darin zusammenkommen.
Damit entsteht eine völlige Schieflage, da nur noch die
Verbände auf diözesaner Ebene vernetzt sind, nicht aber
die Pfarrgemeinderäte.
Die Begründung, man habe
die Gremien auf eine theologische Grundlage gestellt ist dazu nur
ein billiger Vorwand, der alle anderen deutschen Bischöfe in
Alarmbereitschaft setzen müsste. Die Grundlagen, für die
in Deutschland eingeführten Laienräte wie
Pfarrgemeinderäte u Diözesanrat beruhen auf einer
Empfehlung des Konzils (AA 26,1 26,29 ), wurden aber später
nicht im CIC 1983
universalkirchlich umgesetzt. Im Gegensatz zu
unrichtigen Behauptungen aus der Bistumsleitung jedoch sind diese
Gremien des Laienapostolats, zu dem die Laien durch Taufe und
Firmung bestellt sind,in Deutschland durch partikulares Kirchenrecht
abgesichert (1975 Würzburger Synode). Die Deutsche
Bischofskonferenz stellte am 11.9. 1987 fest, dass durch das neue
Kirchenrecht von 1983 kein Änderungsbedarf an den bisherigen
Regelungen besteht. Die Katholikenräte sind darüberhinaus
sowohl durch das im CIC verankerte Vereinigungsrecht (can 215) als
auch durch grundsätzliche Laienrechte can 212 §3 und can
225 §1 auch gegenüber dem Bischof möglich und
erlaubt.
Es ist also nicht einsichtig, warum jetzt die
Diözese Regensburg aus den allgemeinen deutschen Regelungen
ausscheren muss. Dies um so mehr, als bisher die von Bischof Gerhard
Ludwig Müller mehrfach öffentlich angekündigten
Absichten im Bischofskollegium offensichtlich nicht unterstützt
wurden. Im Gegenteil, mehrere bayerische Bischöfe hatten im
Vorfeld deutlich Ihre Hochschätzung der seit über dreißig
Jahren existierenden Gremienarbeit ausgedrückt und betont dass
kein Handlungsbedarf zu grundsätzlichen Änderungen
bestehe.
Da im Moment wenig Aussicht auf Veränderungen
durch ein Einwirken durch Bischofskollegium oder anderer Stellen
besteht, fordert Wir sind Kirche alle engagierten Katholikinnen und
Katholiken, Laien wie Priester auf, kreativ diesem Ausverkauf der
Laienmitverantwortung in der Kirche von Regensburg zu begegnen. Der
Geist weht wo er will, wenn nicht im Bischöflichen Ordinariat,
dann hoffentlich in den Pfarrgemeinden, Dekanaten und Verbänden.
Ansprechpartnerin:
Sigrid Grabmeier, „Wir sind
Kirche” Regensburg, Mitglied im Bundesteam der
KirchenVolksBewegung,
Köckstr. 1, 94469 Deggendorf Tel:
0991- 29 79 585, Mobil: 0170 - 862 62 90,
sigrid@grabmeier.net,
www.wsk-regensburg.de
01.10.2005: 10 Jahre Kirchenvolksbegehren: Festveranstaltung am Samstag, dem 15.10.2005 um 14:30 in Regensburg im Runtingersaal in der Keplerstraße 1, Programm:
14:30 Empfang der Gäste bei Kaffee und Kuchen
15:00 10 Jahre KirchenVolksBegehren - woher - wohin? Auf dem Podium versammelt
Eva-Maria Kiklas, Dresden, Mitinitiatorin,
Paul Winkler, Regensburg, Vorsitzender der Initiative Regensburg
Prof. Dr. Hanspeter Heinz, Augsburg
Moderation: Sigrid Grabmeier Deggendorf
18:00 Gottesdienst
danach: Ausklang mit Agape
Um
Anmeldung bei Sigrid Grabmeier wird gebeten.
Einladungsflyer zum
Download
31.08.2005:
Antworten auf die Aussagen des Bischofs im Interview mit der
Tagespost
Nachdem „Die Tagespost“ sich
immer wieder durch besonders gut recherchierte Beiträge und
ausgewogene Berichterstattung auszeichnet, hat es uns um so mehr
verwundert, dass, obgleich zum aktuellen Streit in der Diözese
Regensburg zunächst von Chefredakteur Guido Horst gleichzeitig
der Bischof Gerhard Ludwig Müller (GLM) und die Vertreterin von
Wir sind Kirche Sigrid Grabmeier (SG) befragt wurden, offensichtlich
im letzten Moment vor Drucklegung die Aussagen von S. Grabmeier
nicht abgedruckt wurden. Auch im jüngsten Nachdruck des
Interviews auf Hochglanzpapier, das das Bischöfliche Ordinariat
an alle Diözesanräte verschickte, wurden diese Aussagen
vergessen. (Vorsicht Satire!)
Wir sind Kirche dokumentiert
die „ausgelassenen Stellungnahmen“ und zitiert jeweils die
Originalfragen der Tagespost und die Antworten des Bischofs
aus der Tagespost vom 30.07.2005 zum Verständnis des gesamten
Kontexts des Interviews. "Kampagnen werden von Ideologen
betrieben". Der Regensburger Oberhirte Gerhard Ludwig Müller
wehrt sich gegen ein vom Geist der 68-er Kulturrevolution geprägtes
Bischofsbild. Sigrid Grabmeier vom Bundesteam und Wir sind
Kirche – Regensburg nimmt zu den Aussagen des Bischofs
Stellung.
Interview im
PDF-Format
05.08.2005:
Bundesweite Stellungnahme zu den aktuellen Ereignissen im Bistum
Regensburg
Wir sind Kirche nimmt zu den
aktuellen Ereignissen im Bistum Regensburg Stellung und fordert die
deutschen Bischöfe auf, mäßigend auf ihren Mitbruder
in Regensburg einwirken.
Mit wachsender Sorge verfolgt
die KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche die Ereignisse in der
Diözese Regensburg und ihre Auswirkungen auf ganz Deutschland.
Der seit Wochen schwelende und bislang ungelöste Streit
zwischen Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller und dem Diözesanrat
hat Auswirkungen auf die gesamte, seit dem Zweiten Vatikanischen
Konzil (1962-1965) und der Gemeinsamen Synode der Deutschen Bistümer
(1971-1975) gewachsenen Strukturen des Laienapostolats in der
Mitwirkung des ganzen Gottesvolks in synodalen Gremien.
Aus
diesem Grund fordert Wir sind Kirche die deutschen Bischöfe
auf, brüderlich auf den Regensburger Bischof einzuwirken und
sich in ihrer Gesamtverantwortung als Gemeinschaft der Bischöfe
in geeigneter Weise dafür einsetzen, dass dieser konkrete
Streit baldmöglichst beendet wird und die Mitwirkung der Laien
in der Kirche nach der Lehre des Konzils nicht nur - wie in
Regensburg derzeit geschehend - nicht zurückgedrängt,
sondern weiterentwickelt wird.
Es geht dabei nicht, wie
Bischof Gerhard Ludwig Müller vordergründig versucht
glaubhaft machen zu lassen, um einem Streit des Bischofs mit dem
Vorsitzenden des Diözesanrats Fritz Wallner, sondern um
grundsätzliche Fragestellungen. Die einstimmig verabschiedete
Erklärung des Hauptausschusses des Diözesanrats vom
18.07.2005 und die Stellungnahmen des Zentralkomitees der deutschen
Katholiken (ZdK) haben deutlich werden lassen, dass dies die
Mitglieder dieses Gremiums durchaus so sehen und die Vorgänge
als grundsätzlicher Eingriff in die Laienrechte werten.
Im
Interview in der Deutschen Tagespost vom 30. Juli 2005 hat Bischof
Gerhard Ludwig Müller die Konflikte als Kampagnen einiger
weniger sogenannter "Ideologen" gegen ihn dargestellt und
in diesem Zusammenhang auch falsche Aussagen über Wir sind
Kirche getätigt. Die Deutsche Tagespost wurde am 4. August 2005
von Wir sind Kirche aufgefordert eine Gegendarstellung nach
Bayerischem Presserecht abzudrucken.
Noch ist dieser Konflikt
nicht gelöst, schon hat der Bischof den nächsten
Konflikt ausgelöst, indem er erneut gegen Pfarrer Siegfried
Felber vorgegangen ist. Aus "disziplinarischen Gründen"
wurde ihm nach 43 Jahren im Dienst der Kirche die Pension um 600
Euro im Monat gekürzt. Nachdem zunächst eine
Eucharistiefeier bei der Trauung eines konfessionsverschiedenen
Ehepaares der Grund für diese Maßnahme war, wurde nach
einer Entschuldigung Felbers seine Mitgliedschaft bei dem
Aktionskreis Regensburg (AKR), einem
Zusammenschluss von
kirchenkritischen Geistlichen und Laien, und seine Mitarbeit bei der
AKR-Zeitschrift "Pipeline" dafür angegeben. Abgesehen
von der Absurdität der Vorwürfe, bei dem auch wieder
einmal der Betroffene nicht gehört wurde, fehlt bei diesem
Vorgehen erneut jegliches Gespür für die
Verhältnismäßigkeit der Mittel.
"Das
rigorose Vorgehen gegen einen Pfarrer, der sich Jahrzehnte in der
Seelsorge eingesetzt hat, der auch jetzt noch sein Priesteramt als
Seelsorger ernst und wahr nimmt, wird von vielen Menschen als
skandalös empfunden", so Sigrid Grabmeier von Wir sind
Kirche Regensburg und Mitglied im Bundesteam der
KirchenVolksBewegung. Prof. Dr. Dr. hc. Gerhard Ludwig Müller,
der mit dem Bischofsamt auch den Dienst an der Einheit übernommen
hat, spaltet das Bistum. Er bringt selbst konservative Katholikinnen
und Katholiken dazu, sich auf Distanz zu begeben."
Seine
Maßnahmen gegen strukturkritische Priester und Laien im
kirchlichen Dienst bzw. im ehrenamtlichen Engagement: Rauswurf,
Entlassung, Amtsenthebung, Entzug der Missio Canonica,
Pensionskürzung, Strafversetzung, Androhung von
kirchenrechtlichen Maßnahmen bei Ausübung von
Bürgerrechten, Beschwerde beim Kultusministerium, Entzug der
Lehrerlaubnis, Verbot einer
Zusammenkunft, Ausgrenzung
angeblicher Kirchenfeinde - die Liste ist lang und wird beständig
durch immer wieder neue Aktionen erweitert. So ist das Bistum
Regensburg seit dem Amtsantritt von Bischof Gerhard Ludwig Müller
als 77. Bischof von Regensburg immer wieder in die Schlagzeilen
gekommen.
"In zunehmendem Maße gewinnt man den
Eindruck, dass je mehr sich der derzeitige Bischof von Regensburg an
das göttliche Recht seines Bischofsamtes klammert, er den Bezug
zur Realität im Bistum verliert und versucht, mit Hilfe seiner
Drohgebärden immer wieder den Dialog und eigene Umkehr zu
vermeiden." so Sigrid Grabmeier. "Wir befürchten,
dass sein bischöflicher Macht- und Wahrheitsanspruch ihm das
trügerische Gefühl gibt, immer das Richtige zu tun. Die
Vermeidung des echten Dialogs mit Anderen aber wird auch dazu
führen, dass es ihm nicht mehr möglich sein wird, seinen
pastoralen Aufgaben im Bistum nachzukommen. Nur im Dialog innerhalb
der Kirche, im Gebet und im Hören auf den Hl. Geist ist Zukunft
der Kirche möglich." Deshalb fordert Wir sind Kirche die
deutschen Bischöfe auf, durch brüderliches Einwirken auf
ihren Mitbruder, den gegenwärtigen Konflikten im Bistum
Regensburg endlich ein Ende zu setzen und ihn zu unterstützen,
künftig Konflikte anders
auszutragen.
Ansprechpartnerin:
Sigrid Grabmeier, "Wir
sind Kirche" Regensburg, Mitglied im Bundesteam
der
KirchenVolksBewegung
Köckstr. 1, 94469
Deggendorf
Tel: 0991- 29 79 585, Mobil: 0170- 862 62
90,
sigrid@grabmeier.net
www.wsk-regensburg.de
04.08.2005:
Wir sind Kirche fordert die Tagespost in einer Gegendarstellung die
Korrektur einer im Interview mit dem Bischof von Regensburg
abgedruckten falschen Aussage nach Bayerischem Pressegesetz
abzudrucken.
An die Kirchenredaktion der
Deutschen Tagespost
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich
fordere Sie gemäß den Bestimmungen des Bayerischen
Pressegesetzes Artikel 10, 1 u. 2 unverzüglich (d.h. in der
Printausgabe der deutschen Tagespost am Samstag den 6.
August und entsprechend auf Ihrer Internetseite) folgende
Gegendarstellung abzudrucken bzw. sofort ins Internet zu
stellen.
------------------------
Folgende von Ihnen in Ihrem
Interview vom 30.07.05 "Kampagnen werden von Ideologen
betrieben" abgedruckte Aussage von Bischof Dr. Gerhard Ludwig
Müller in ist falsch: "Es steht ganz klar etwa in den
internen Anweisungen von "Wir sind Kirche", dass die
Bischöfe ständig mit solchen Eingaben, Kampagnen und
Briefen eingedeckt werden sollen, um sie von ihrer eigentlichen
Aufgabe abzuhalten, die darin besteht, erste Verkünder und
Seelsorger einer Diözese zu sein. "
Richtig ist :
Es gibt weder interne Handlungsanweisungen dieser Art bei Wir sind
Kirche noch gibt es überhaupt irgendeine Aussage oder ein
Dokument von Wir sind Kirche diesen
Inhalts.
---------------------
Ich bin als Mitglied im
Bundesteams der KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche berechtigt die
Interessen von Wir sind Kirche zu vertreten und Sie zur
Gegendarstellung aufzufordern. Im Anhang befinden sich zwei Dateien
mit Kopien meines Personalausweises.
Mit freundlichen
Grüßen
Sigrid Grabmeier
Bundesteam der
KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche
03.08.2005:
Zum Satzungsstreit in der Diözese Regensburg zwischen dem
Bischof und dem Diözesanrat und seinem Vorsitzenden Fritz
Wallner.
Nachdem bis zum Jahre 2002 das
Bistum Regensburg unter den 27 katholischen Bistümern
sich nicht gerade durch besondere Aktivitäten oder gar
Schlagzeilen ausgezeichnet hatte, ist es seit dem Amtsantritt von
Prof. Dr. Dr. hc. Gerhard Ludwig Müller im Herbst 2002 als 77.
Bischof von Regensburg ganz anders geworden. Ein Konflikt jagt den
anderen. Der Bischof erstaunt immer wieder durch seinen
Ideenreichtum - nicht etwa bei neuen Impulsen in der Pastoral, bei
Lösungen zu vielen drängenden Fragen unser Kirche oder bei
Initiativen in der Caritas - nein, vielmehr zeichnet er sich
besonders aus durch: Rauswurf, Entlassung, Amtsenthebung,
Entzug der Missio Canonica, Pensionskürzung,
Strafversetzung, Androhung von kirchenrechtlichen Maßnahmen
bei Ausübung von Bürgerrechten, Beschwerde beim
Kultusministerium, Entzug der Lehrerlaubnis, Verbot einer
Zusammenkunft, Ausgrenzung von innerkirchlichen Reformkräften -
die Liste ist lang und wird beständig durch immer wieder neue
Aktionen erweitert.
Dass dies die Menschen verunsichert, die
Presse alarmiert, die Reformkräfte zu Stellungnahmen
herausfordert, wundert eigentlich niemanden mehr - außer ihn
selbst: Er sieht sich von Anfang durch Kampagnen und angebliche
Verschwörungen verfolgt, insbesondere von "Wir sind
Kirche" Regensburg - nur weil wir ihn am Tage seiner Weihe mit
4 Plakaten mit der Inschrift: "Wir begrüßen unseren
Bruder Gerhard Ludwig" und ähnlichen empfangen haben.
Schon zu dieser Zeit hatten wir seine Aufsätze und Interviews
gelesen und daraufhin 1 und 1 zusammengezählt. Wir hatten immer
wieder unserer Hoffnung Ausdruck verliehen, dass es nicht so kommen
möge! Unsere Befürchtungen wurden übertroffen. Immer
wieder werden neue Attacken gegen reformorientierte Gruppen und
Menschen geritten. Darüber wollen wir uns nicht wirklich
beklagen, denn Trost und Ermutigung gibt uns Paulus, wenn er
sagt:
"denn wir wissen: Bedrängnis bewirkt
Geduld, Geduld aber Bewährung, Bewährung Hoffnung. Die
Hoffnung aber lässt nicht zugrunde gehen; denn die Liebe Gottes
ist ausgegossen in unsere Herzen." (Röm 5, 3-5)
Zur
Zeit beschäftigt die Diözese Regensburg nach
eigenmächtiger und unabgestimmter Änderung der Satzung
für die Pfarrgemeinderäte durch den Bischof ein
neuer Konflikt. Durch diese Änderung ist der Bischof
ermächtigt, jede ihm missfallende Person mit der
Pauschalbegründung, er oder sie stünde nicht im vollen
Einklang mit der Lehre der Kirche aus diesem Gremium auszuschließen.
Zusätzlich hat er einen grundsätzlichen Vorbehalt auf
Grund des Bischofsamts göttlichen Rechts eingebaut. Weiterhin
stehen im Raum die Abschaffung der Dekanatsräte sowie die
jetzige Form des Diözesanrats. Da die Pfarrgemeinderats-Satzung
ganz klar ihre Änderung nur durch 2/3-Mehrheit des Diözesanrats
vorsieht, gab es heftigen Einspruch des Diözesanrats. Der
Vorgang wiegt um so schwerer, da kurz vor dem Erlass der Bischof den
Vorstandsmitgliedern diese geplänte Änderung verschwiegen
hatte, obgleich das Gespräch in allgemeiner Weise auf dieses
Thema kam.
Nun wird der Diözesanratsvorsitzender Fritz
Wallner auf Grund seiner deutlichen Worte und auch auf Grund eines
deutlichen Briefes, den er vor zwei Jahren als der Bischof im Streit
mit dem Deggendorfer Dekanatsratsvorsitzenden Prof. Dr. Grabmeier
lag und ihm seine Nähe zu WsK vorwarf, nach Rom an Kardinal
Ratziger schrieb, ebenfalls als Feind der Kirche identifiziert und
seitdem öffentlich durch den Bischof als solcher angegriffen.
Nach der Verfolgung von Mitgliedern reformorientierter
katholischer Gruppen wie WsK und AKR ist hiermit jetzt auch das
führende Mitglied eines offiziellen, sogar des obersten
diözesanen Laiengremiums ins Visier des Bischofs von Regensburg
geraten. Mittlerweile wurde dem Diözesanratsvorsitzenden
auch noch die Leitung der Geschäftsstelle des Diözesanrats
entzogen, was einer völligen Zensur seiner Arbeit
gleichkommt.
Bislang war WsK in diesem Konflikt nicht direkt
betroffen. Nun hat der Bischof aber in einem Interview am vergangen
Samstag, dem 30.07.2005 in der Deutschen Tagespost WsK auch in
diesen Konflikt als Ideologen, die Kampagnen schüren und
interne Handlungsanweisungen hätten, nach denen wir angeblich
die Bischöfe von ihren Aufgaben abhielten, als Akteur
identifiziert. Darauf wird noch einzugehen sein.
Sigrid
Grabmeier
Zum Konflikt über den Satzungsstreit ist im
Internet es eine Dokumentation
der Geschehnisse.
Erneute
Korrespondenz im Fall Müller-Winkler, siehe
...
- Brief von
Dario Kardinal Castrillon Hoyos, Präfekt der Kongregation für
den Klerus an Paul Winkler vom 21.06.2005
- Brief von
Domkapitular Neumüller an Josef Schmidbauer vom 29.06.2005
Studiendirektor gibt aus Protest gegen den Entzug der Missio Canonica von Paul Winkler seine eigene Erlaubnis zur Erteilung von Religionsunterricht zurück, siehe ...
Zum Vormerken: Zur Erinnerung an das KirchenVolksBegehren im Herbst 1995 - also vor 10 Jahren veranstaltet "Wir sind Kirche" Regensburg Jubiläumsveranstaltung am Samstag, dem 15.10.2005 in Regensburg. Geplant sind eine Podiumsdiskussion, Gelegenheit zum Austausch und zur Begegnung und ein Festgottesdienst.
Montag, 20.06.2005: "Der Oberhirte mustert seine Kritiker aus" - Stuttgarter Zeitung 20.06.2005 über den Fall des Missio-Canonica-Entzug von Paul Winkler durch Bischof Gerhard Ludwig. In Ergänzung der Dokumentation des Falls nun auch ein Schreiben des Personalrats der Schule von Paul Winkler an den Bischof.
Dienstag, 10.05.2005:
Bischof Gerhard Ludwig Müller setzt Verfolgungskampagne gegen römisch-katholische Reformkräfte fort.
“Wir
sind Kirche” Regensburg ist bestürzt über den Entzug der
Missio Canonica für den Religionslehrer Paul Winkler durch
Bischof Gerhard Ludwig Müller.
(Dokumentation
des gesamten Briefwechsels)
Mit
dem Entzug der Missio Canonica (der Erlaubnis zur Erteilung von
Religionsunterricht) für den Vorsitzenden der Regensburger “Wir
sind Kirche”-Gruppe Paul Winkler setzt Bischof Gerhard Ludwig
Müller seine Verfolgungskampagne gegenüber römisch -
katholischen Reformkräften im Bistum fort. Nach den versuchten
und erfolgten Rauswürfen eines Diözesanrats (den er
allerdings nach “Gesprächsvermittlung” durch den Nuntius
und Klärung aller ungerechtfertigten Vorwürfe wieder in
sein Amt einsetzen musste), eines Pfarrers und eines
Theologieprofessors, vom Bischof auch als angeblich “notwendige
Operationen” bezeichnet, folgte nun der Entzug der Beauftragung
für den Religionslehrer an einer Berufsschule, Paul Winkler.
Bereits vor einem Jahr gab es ein erstes Schreiben aus dem Bischöflichen Konsistorium in dem man von einem kirchenrechtlich nicht existierenden “Ruhen” der Missio canonica ausgegangen war. Nachdem das seitens der Bistumsleitung kleinlaut eingeräumt werden musste, sprach man dann von “nicht mehr erwünscht und angebracht” - also keinerlei Rechtsgrundlage für einen Entzug der in Deutschland durch das Konkordat auch staatskirchenrechtlich geregelten Erlaubnis zum Erteilen von Religionsunterricht. In der Folgezeit kam es dann zu etlichen Gesprächsrunden mit unterschiedlichen Menschen aus der Bistumsleitung. Trotz anderslautender Beratung bzw. Meinungsbildung durch Mitglieder des Missio-Ausschusses der Diözese und auch durch Mitglieder des Domkapitels und nach Ablehnung des von Winkler erbetenen direkten Gesprächs mit dem Bischof zeigte sich dieser wie gewohnt beratungsresistent.
In einem Verwaltungsdekret vom 08.04.2005 hat der Bischof dann ohne weitere Begründung und Verweis auf andere Dokumente wegen angeblicher “hartnäckiger Weigerung, die volle Übereinstimmung mit der Lehre der Kirche wiederherzustellen” die Missio canonica entzogen. In einer Erklärung des Bischöflichen Konsistoriums wird dann als Begründung als einziger Grund die Mitgliedschaft Winklers und sein Vorsitz bei “Wir sind Kirche” angeführt. Das angebliche “kirchenschädigende” und “kirchenfeindliche” Wesen dieser Gruppe wird dort zwar im Dekret genauso pauschal wie unzutreffend behauptet, jedoch nicht belegt. Winkler hatte daraufhin in seinem Antrag vom 14.04. auf Rücknahme des Dekrets die Beweispflicht des Bischofs angemahnt, eine stichhaltige Begründung der ablehnenden Entscheidung blieb der Generalvikar Dr. Gegenfurtner, der diese übermittelte, aber wiederum schuldig. Im Gegenteil, er beharrt erneut ohne jeglichen Nachweis und unter bewusster Inkaufnahme von Rufschädigung in seinem Schreiben vom 29.04. zu Ausdrücken wie “kirchenschädigende Vereinigung” und “Machenschaften”.
Das Muster ist inzwischen hinlänglich bekannt: Zunächst wird irgendetwas behauptet, aber nicht belegt. Der Betroffenen sieht sich selbstverständlich schon von daher nicht wie gefordert in der Lage, sich davon zu distanzieren, was wiederum als hartnäckiges Verharren außerhalb der Übereinstimmung mit der Lehre der Kirche aufgefasst wird. Ähnliche Vorgehensmuster sind aus dunkleren Kapiteln der Kirchengeschichte bekannt. “Wir sind Kirche” kann in solchem Vorgehen des Bischofs und in seiner ständigen Betonung des Charismas der Wahrheit und dem göttlichem Recht, das er mit seiner Weihe als Nachfolger der Apostel empfängt, weder einen Ausdruck von besonderer Führungsstärke, noch von gebotener pastoraler Klugheit erkennen.
Jegliche Kritik an solcher Amtsführung wird von ihm sofort als Angriff auf den sakramentalen Charakter der Kirche und das göttliche Bischofsamt umgedeutet. Unfehlbar ist nach der Lehre des I. Vatikanums nur der Papst unter Beachtung genauester Regeln.- Ein Bischof ist sehr wohl fehlbar und aus diesem Grund ist allgemein akzeptiert, dass ein halbwegs unabhängiges kirchliches Verwaltungsgericht, das das Kirchenrecht zulässt, aber das in Deutschland noch nirgendwo eingeführt wurde, solche Dekrete vor Ort überprüfen könnte. Die Notwendigkeit der Einführung solcher Gerichte, eine Forderung, die schon auf der Synode der Deutschen Bistümer 1975 erhoben wurde, ist erneut durch das Handeln von Bischof Müller mehr als deutlich geworden.
Zu bedauern ist weiterhin, dass offensichtlich die zuständige Kleruskongregation als übergeordnete römische Verwaltungsbehörde dieses Handeln in kurzsichtiger Loyalität bislang in allen Beschwerden ohne jegliches Eingehen auf die Argumente der Beschwerdeführer abgewiesen hat. Was der Bischof in seinen dann jeweils nachfolgenden triumphierenden Presseerklärungen bislang verschwiegen hat, sei hier einmal klar herausgehoben: Erst nach erfolgter Ablehnung der Beschwerde durch eine Kongregation kann sich der Betroffene an das römische Gericht, die Apostolische Signatur wenden. Dabei bleibt zu hoffen, dass zumindest schlussendlich dieses Gericht sich eines Minimums rechtsstaatlicher Ordnungsprinzipien befleißigt.
Mit Schreiben vom 09.05. nach Rom hat auch Paul Winkler diesen “hierarchischen Rekurs” bei der Kleruskongregation eingeleitet. “Wir sind Kirche” dokumentiert alle bisherigen Schreiben im Fall Müller/Winkler auf der Internetseite www.wsk-regensburg.de
Ansprechpartnerin:
Sigrid Grabmeier, “Wir sind Kirche” Regensburg, Mitglied im Bundesteam der KirchenVolksBewegung, Köckstr. 1, 94469 Deggendorf Tel: 0991- 29 79 585, Mobil: 0170- 862 62 90, sigrid@grabmeier.net,
www.wsk-regensburg.de
Dienstag,
12.04.2005: Wir sind Kirche Regensburg ist bereit Bischof Müller
bei seinen Problemen mit TVA und der Bayerischen Landeszentrale für
Neue Medien zu helfen und steht als Talkshow-Partner zur
Verfügung
In der heutigen Ausgabe der
Süddeutschen Zeitung wird unter der Überschrift "Bischof
Müller sucht neuen Talkshow-Partner" berichtet, dass die
Bayerische Landeszentrale für Neue Medien (BLM) bei TVA wegen
der Talkshow, die der eigene Pressesprecher Dominik Wanner mit dem
Bischof alle 4 Wochen veranstaltet, (Originalton: "Guten Abend
Exzellenz" - "Guten Abend Herr Wanner.") aktiv
geworden ist. Im SZ-Bericht heißt es wörtlich: "Die
BLM kritisierte nämlich die Befragung des Kirchenmannes durch
seinen Untergebenen und mahnte gegenüber TVA-Geschäftsführer
Thomas Neuhoff eine 'journalistisch saubere' Lösung an."
Heute soll Neuhoff im Ordinariat die notwendigen Maßnahmen
dafür besprechen. Wir sind Kirche Regensburg ist gerne bereit
zu helfen und bietet dem Bischof an, zu den geplanten Sendungen
Talkshow-Partner zur Verfügung zu stellen. Alternativ
empfiehlt WsK dem Bischof gleich direkt die Kennzeichnung der
Sendung als Dauerwerbesendung. Damit wäre der Kritik der
staatlichen Aufsichtsbehörde sicher auch Genüge
getan.
Sigrid Grabmeier, stellvertretende Vorsitzende der
Initiative WsK Regensburg, Mitglied im Bundesteam, 0991-2979-585,
0170-8626290. Email:sigrid@grabmeier.net
Mittwoch,
12.01.2005: Wir sind Kirche Regensburg protestiert gegen geplanten
Auftritt der Regensburger Domspatzen mit Scientology-Künstler
Am
22.7.2005 ist nach Bericht der Regensburger Mittelbayerischen
Zeitung sowie gemäß Programm der Odeon Concerte
(www.odeon-concerte.de)
ein gemeinsamer Auftritt des Jazz-Pianisten Chick Corea und
der Regensburger Domspatzen bei den
Thurn-und-Taxis-Schlossfestspielen geplant.
Der bekennende
Anhänger von Scientology Chick Corea macht mit Foto und Text
auf den Internetseiten german.fundamentaltraining.org/page10.htm
der sogenannten "Scientology-Kirche" Werbung für
diese Organisation: "Durch mein Studium der Scientology kann
ich auch mehr komponieren. .... Scientology hat mir zu einem
besseren Leben verholfen, und das Anwenden der scientologischen
Grundlagen ist jetzt selbstverständlich für mich"
In
einem Dokument der Bayerischen Staatregierung wird die Organisation
so charakterisiert:
"Nach Auffassung des Bayerischen
Staatsministeriums des Innern ist die Scientology-Organisation ein
weltweit tätiger Wirtschaftskonzern, der vortäuscht, eine
Religionsgemeinschaft zu sein, Mittel der Psychomanipulation und des
Psychoterrors anwendet und im Verdacht steht, im Bedarfsfall mit
auch kriminellen Methoden totalitäre politische Ziele zu
verfolgen."
(http://www.stmi.bayern.de/imperia/md/content/stmi/sicherheit/verfassungsschutz/scientology/system_scientology_25.pdf)
Wir
sind Kirche fordert Bischof Gerhard Ludwig Müller und die
Bistumsleitung auf, den Auftritt der Domspatzen als
"Surprise-Guests" bei einem Konzert eines Aushängeschilds
von Scientology unverzüglich abzusagen.
Wir sind Kirche
bedauert, dass Hausherrin Gloria von Thurn und Taxis, die sich
gerne ihres strengen Katholizismus' rühmt und auch dieses Jahr
wieder beim Kongress "Freude am Glauben" des Forums
Deutscher Katholiken als Schirmherrin auftritt, offensichtlich
nicht den Überblick hat, was unter ihrer Verantwortung
geschieht.
Die KirchenVolksBewegung "Wir sind Kirche"
ist eine Bewegung in der Katholischen Kirche, die sich für
Reformen einsetzt. Die 5 Forderungen nach "Aufbau einer
geschwisterlichen Kirche", "Volle Gleichberechtigung der
Frauen", "Freie Wahl zwischen zölibatärer und
nicht-zölibatärer Lebensform", "Positive
Bewertung der Sexualität als wichtiger Teil des von Gott
geschaffenen und bejahten Menschen" und "Frohbotschaft
statt Drohbotschaft" wurden von 1,5 Millionen Katholiken in
Deutschland unterzeichnet.
Mit freundlichen Grüßen
Sigrid
Grabmeier,
Mitglied des Bundesteams Wir sind Kirche, Wir sind
Kirche Regensburg, 0991/2979585, 0170/8626290, Köckstr. 1,
94469 Deggendorf, sigrid@grabmeier.net, www.wsk-regensburg.de